Insel Fourni

Insel Fourni Hauptort - Bildquelle: Wikipedia (gemeinfrei)


Flagge Griechenland




Überblick



Südlich von Samos und Ikaria wird die Präfektur Samos vervollständigt durch die selten schöne Verknüpfung kleiner Eilande und Felseninseln mit dem Namen Fourni. Dieser Name spielt auf die Aufenthalte und Angriffe der Piraten vergangener Jahre an. Heute ist sie bekannt für frischen Fisch, Hummer und andere Meeresfrüchte, denn sie unterhält eine der größten Fischereiflotten in der Ägäis. Kleine, aber wunderschöne Strände, saubere Zimmer und Restaurants, das berühmte Sirupgebäck vervollständigen die Annehmlichkeiten des Besuchers. Besichtigen Sie das Dorf Chrissomilia (mit dem Auto), Thymaina (mit dem Boot) und den Strand bei Kambi zu Fuß, den alten Steinbruch bei Petrokopio und vieles mehr.



Insel Fourni Aussicht über Fourni - Bildquelle: Wikipedia - Autor: Tanzania - Lizenz s.u.

  Karte von Fourni - Bildquelle: Wikipedia (gemeinfrei)

Insel Fourni


Bevor Sie wieder zurückfahren fragen Sie bitte unbedingt nach Thymianhonig! Um nach Fourni zu kommen, brauchen Sie von Pythagorion aus 50 Minuten mit dem Flying Dolphin (im Sommerzeitraum) oder zwei Stunden mit einem normalen Schiff. Fourni, auch Fourni Korseoii genannt, ist eine kleine Inselgruppe in der östlichen Ägäis im Dreieck zwischen Patmos, Samos und Ikaria, dem "Ikarischem Meer". Zu den oben genannten Inseln bestehen ebenso wie zum griechischen Festland regelmäßige Fährverbindungen. Neben der Hauptinsel Fourni ist einzig die kleinere westliche Nachbarinsel Thymaina noch zeitweise besiedelt, wobei der nur mit lokalen Fischerbooten zu erreichende Ort Thymena zum größten Teil ein fast verlassenes Geisterdorf ist. Die östliche Nachbarinsel Agios Minas ist bis auf eine gleichnamige Kapelle unbebaut.



Insel Fourni Stadt Fourni - Bildquelle: Wikipedia - Autor: Tanzania - Lizenz s.u.





Geschichte


Nördlich des heutigen Ortes Fourni wurden Reste einer Zyklopenmauer gefunden. Auf dem nahegelegenen Berg Agios Georgios befinden sich Überreste einer Akropolis und eines Tempels, der wahrscheinlich dem Gott Hermes geweiht war. Weitere Überreste von Tempeln bei Kamari und bei Agia Triada Chrysomilias lassen auf eine bedeutende antike Siedlung schließen. Wahrscheinlich waren die ersten Einwohner der Insel Ionier aus Milet (Miletos). Mehrere Marmorsteinbrüche versorgten die ionischen Städte, besonders Milet, mit Baumaterial. Antike Quellen berichten, dass die Flotte von Polykrates hier überwinterte. Der Philosoph Porphyrios von Tyros erwähnt die Insel im 3. nachchristlichen Jahrhundert als Korseas.



Insel Fourni Agios Minas von Fourni aus gesehen, im Hintergrund Samos mit Kerkis - Foto: Wikipedia - Autor: Waldviertler - Lizenz: s.u.


Der venetianische Geograph Benedetto Bordone erwähnt sie 1537 als Fornelli (kleine Brennöfen). Aus osmanischen Karten sind die Namen Melanthi, Fortiole und Koursoi überliefert. Von der Byzantinischen Zeit bis ins Mittelalter dienten die Inseln Piraten als Versteck, da die Küstenlinien stark zerklüftet und unüberschaubar sind. 1770 errichteten sechs Mönche aus Patmos bei Koumara die Kapelle der Jungfrau Evangelistria. Später siedelten sich Menschen vom Dodekanes an. Nach der Griechischen Revolution wurden die Inseln einem Seemann aus Patmos für die Unterstützung der osmanischen Flotte übertragen. Ein osmanischer Stützpunkt wurde 1864 für die Provinzverwaltung eingerichtet. Am 27. August 1912 wurden die Inseln in den Freistaat Ikaria eingegliedert.

Nachdem griechische Truppen am 17. November 1912 den Freistaat besetzten, wurde die offizielle Vereinigung mit Griechenland am 7. Juli 1913 vollzogen [1].



Insel Fourni TVRCICI IMPERII DESCRIPTIO – Beschreibung des Türkischen Reiches, Karte von Abraham Ortelius (Antwerpen, 1570) - Grafik: Wikipedia (gemeinfrei)

Fischereihafen


Die Inseln sind hügelig und weisen eine sehr stark zerklüftete Küstenlinie auf. Die Hauptinsel misst in Nord-Süd-Ausdehnung ca. 15 Kilometer bei einer Breite von bis zu 4 Kilometer. Die meisten der weniger als 2.000 Einwohner leben im Hauptort Fourni sowie den kleinen Weilern Chrisomilia und Kamari hauptsächlich vom Fischfang und der Landwirtschaft. Der Hauptort der Insel Fourni hat einen der größten Fischereihäfen der Ägäis mit einer bemerkenswerten Flotte an Fischereifahrzeugen, die Einwohner legen großen Wert auf ihre seefahrerische Tradition [1].



Insel Fourni Vordergrund: Fourni, Mitte: Thymaina, Hintergrund: Ikaria - Bildquelle: Wikipedia - Autor: Man77 - Lizenz s.u.





Quellenangabe:


1.: Die Informationen zur Insel Fourni basieren auf dem Artikel Fourni (Insel) (Stand vom 04.12.2007) und stammen zusammen mit dem Titelfoto "Fourni-Nisi" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Die Fotos "Agios Minas von Fourni aus gesehen, im Hintergrund Samos mit Kerkis - Autor: Waldviertler" - "Aussicht über Fourni; Stadt Fourni; - Autor: Tanzania" - "Vordergrund: Fourni, Mitte: Thymena, Hintergrund: Ikaria - Autor: Man77" sind lizenziert unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported".








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